Wahrschau

Noch heute ist die Loreleypassage für die Schifffahrt sehr gefährlich.

Wegen der stark gewundenen und engen Kurven erfordert die Loreleypassage gute Kenntnisse der Örtlichkeiten, der Strömungsverhältnisse sowie ein erfahrenes nautisches Können.

Über die gesamte Strecke zwischen Oberwesel und St.Goarshausen gibt es aufgrund der sehr engen Kurven weder ausreichende Sicht noch eine direkte UKW-Sprechfunkverbindung von Schiff zu Schiff.

Zur Regelung des Schiffsverkehrs an diesen Engstellen wurde eine Wahrschau (aus dem niederländischen waarschouwen = warnen) eingerichtet.

Welches Signal bei welchem Schiff die Wahrschau anzeigt, dürfen Sie schon mal ausprobieren, bevor es zur detaillierten Erklärung der Licht Wahrschau im Tal der Loreley geht.

Länge in Meter:
≥ 20 Meter


Schiffsverband?

Schiffe ab einer Länge von 20 Metern werden gewahrschaut.
Kein talfahrendes Schiff ≥ 20 Meter.



Die Licht - Wahrschau in der Gebirgsstrecke des Rheins

Wahrschau

Situation

Zwischen Oberwesel und St.Goarshausen besteht auf 5 km Länge wegen des tief eingeschnittenen, stark gewundenen und engen Rheintales weder eine ausreichende Sicht noch eine direkte UKW-Sprechfunkverbindung von Schiff zu Schiff (UKW-Kanal 10). Je nach Art der beteiligten Fahrzeuge muss eine Begegnung in den Kurven vermieden werden. Dabei hat wegen der Strömung nur die Bergfahrt die Möglichkeit zu warten. Dazu muss sie aber wissen, ob und welche Schiffe ihr zu Tal entgegenkommen.

Regelung durch die Wahrschau

Der Bergfahrt wird die Annäherung von Talfahrern - mit Ausnahme von Kleinfahrzeugen - an den Signalstellen C, D und E der Wahrschau angezeigt. Jede dieser Signalstellen zeigt der Bergfahrt ihre Zeichen auf übereinander stehenden Feldern, die den einzelnen Teilstrecken zugeordnet sind. Die Kombination der weißen Lichtlinien symbolisiert die Art des Schiffes oder Verbandes (siehe Legende zur Skizze). Die Wahrschau ist 24 Stunden am Tag ganzjährig in Betrieb.

Beobachtung

Die Lichtsignale an der Wahrschau werden von der Revierzentrale Oberwesel aus geschaltet. Hierzu beobachtet der Wahrschauer die ganze Strecke auf Monitoren. Dies ermöglichen ihm 4 Landradarstationen, deren Bilder in die Revierzentrale übertragen werden. Der Wahrschauer ist über UKW-Kanal 18 ansprechbar.

UKW-Funkanlage

Um den Funkverkehr auf UKW-Kanal 10 auch in der kurvenreichen Wahrschau Strecke zu ermöglichen, bestehen Funkanlagen an Land in Oberwesel und in St.Goar, die über ein Kabel verbunden sind. Die an einem Ende der Wahrschau Strecke von den Schiffen gesendeten Funksprüche werden dort aufgenommen, über das Kabel zum anderen Ende der Wahrschau Strecke geleitet und dort wieder ausgestrahlt. Ein tiefer Ton von 1 Sekunde Dauer signalisiert den ordnungsgemäßen Betrieb der Funkanlage.

Quelle: Mit freundlicher Unterstützung des Wasser und Schiffahrtsamtes Bingen

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Web loreleyinfo.de
Quelle: Foto Loreleyfelsen Felix König
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