Sage - Die feindlichen Brüder

Die feindlichen Brüder
Quelle: Roland Todt GNU FDL

Sage

In der Burg Boppard wuchsen die Brüder Heinrich und Konrad aus dem Geschlecht der Beyer auf. Ihr Vater Heinrich hatte ein Waisenkind aus einer entfernt verwandten Rüdesheimer Familie namens Hildegard Brömser bei sich aufgenommen. Die drei Kinder wuchsen miteinander heran.

Heinrich und Konrad verliebten sich in Hildegard. Da Hildegard jedoch Konrad zu lieben schien, ließ Heinrich seinem Bruder den Vortritt und die beiden heirateten.

Damit das neue Paar und sein Heinrich ein Zuhause hatten, ließ der Vater auf der anderen Rheinseite auf zwei nah beieinander liegenden Hügeln zwei Burgen bauen, die heute als Sterrenberg und Liebenstein bekannt sind. Da Heinrich weiterhin unter Liebeskummer litt, entschloss er sich, sich den Kreuzzügen anzuschließen und ins „Heilige Land” zu ziehen.

Nach einiger Zeit erreichten das glücklich miteinander lebende Paar Nachrichten der Heldentaten Heinrichs im Morgenland. Konrad wollte nicht mehr untätig Zuhause sitzen. Er zog ebenfalls los um seinen Mut zu beweisen. Einige Zeit später kehrte Heinrich zurück und berichtete, dass Konrad nur kurz im Heiligen Land gewesen sei und dann nach Athen gereist sei. Hildegard und Heinrich zogen zusammen in die Burg Liebenstein ein um nicht alleine zu sein, bis Konrad zurückkehren sollte. Heinrich respektierte jedoch während der gesamten Zeit das heilige Band der Ehe.

Endlich kehrte auch Konrad zurück, hatte jedoch eine wunderschöne griechische Frau bei sich. Hildegard war tief gekränkt und wurde zu einer ernsten und traurigen Frau. Heinrich konnte diese Kränkung durch seinen Bruder nicht ertragen, ließ eine Mauer zwischen den Burgen erbauen und forderte Konrad zu einem Duell heraus.

Als das Duell stattfinden sollte, trat Hildegard zwischen die Brüder und bat sie nicht miteinander zu kämpfen. Sie würde indes dem Kloster Marienberg beitreten und somit nicht mehr zwischen den Brüdern stehen. Heinrich und Konrad legten daraufhin ihren Streit bei, Hildegard ging ins Kloster und Heinrich zog sich auf Liebenstein zurück.

Auf Burg Sterrenberg wurden wilde Feste gefeiert, doch Konrad fehlte bald der Kontakt zu seinem Bruder. Bald darauf kam Konrad zu Heinrich und erzählte ihm, dass die Griechin ihn wegen eines anderen Ritters verlassen hatte. Heinrich machte Konrad keinerlei Vorwürfe und sie schlossen wieder Freundschaft.

Nach wenigen Jahren starb Konrad und Heinrich trat ins Kloster Bornhofen ein.

Heinrich und Hildegard sollen am gleichen Tag gestorben sein und so sollen die Marienberger Totenglocke und die Bornhofener Grabesglocke zur gleichen Zeit geschlagen haben.

Quelle: Wikipedia GNU FDL

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